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Historische Wanderung im Bandelier National Monument

Nach unserer schönen Wanderung durch das Valles Caldera Vulkan Gebiet, machen wir uns abends auf den Weg zum Bandeliere National Park. Bereits nach kurzer Fahrzeit sehen wir ein Schild für die Einfahrt zum Bandelier National Monument. Obwohl die Abfahrt früher kommt als erwartet, fahren wir ab und folgen dem Schotterweg. An einem Parkplatz halten wir an, um auf einer Tafel mit Umgebungskarte herauszufinden wo wir sind. Unser Gefühl hatte uns nicht getäuscht. Wir haben die falsche Einfahrt genommen. War auch schon komisch ohne Bezahlstation oder Visitor Center. Der Haupteingang zum Bandelier National Monument, mit all seinen historischen Sehenswürdigkeiten befindet sich den Highway 4 noch ein paar Milen weiter. Aber nicht schlimm. Der Parkplatz liegt herrlich ruhig mitten im Nirgendwo und es ist schon spät, so dass wir hier einfach übernachten werden.

Durch die Hintertür in den Canyon

Morgens fahren wir nach einer entspannten Nacht weiter zum Haupteingang des Bandelier National Monument. Obwohl wir gar nicht so spät unterwegs sind, ist der Hauptparkplatz bereits vollkommen überfüllt. Wir parken auf dem Overflow Parkplatz. Der Eintritt hätte uns ohne die Jahreskarte 20$ gekostet. Das Visitor Center ist gleichzeitig der Anfang des historischen Wanderweges. Wir schauen uns noch ein wenig das Museum im Visitor Center an und schreiten durch die Hintertür zum Wanderweg des Museums. Durch die riesen Schlucht werden wir entlang der historischen Sehenswürdigkeiten geführt. Verlaufen kann man sich nicht. Es gibt nur vor und zurück. Zahlen am Wegrand verweisen auf interessante Hintergrundinformationen, die wir im kostenlosen Begleitheft unter der entsprechenden Nummer gespannt nachlesen. Wir haben sogar eine deutschsprachige Übersetzung bekommen. Das Deutsch ist zwar nicht 100 prozentig aber es hilft uns doch beim Verständnis, da einige Ausdrücke ansonsten sehr speziell sind. Eine tolle Aufmerksamkeit.

Klettern in die Vergangenheit

Der Wanderweg führt uns zunächst durch die Überreste einer alten Siedlung. Wir erkennen deutlich die Mauern, die Wohnräume und den Versammlung Platz. Es ist so gut erhalten und mit Zeichnungen wiederbelebt, dass wir uns das Leben hier, wie es vor vielen Jahren stattgefunden hat, deutlich vorstellen können. Der Weg führt zwar unmittelbar durch die Ruine hindurch, jedoch dürfen wir den Weg zum Schutz der Ruinen nicht verlassen. Später führt der Weg aber noch durch die Felsen zu den Höhlen in denen Teile der damaligen Ureinwohner gewohnt haben. In diese Höhlen dürfen wir über Holzleitern hineinklettern. Verglichen zu der großen Wärme draußen, ist die Temperatur in den Felswohnungen angenehm kühl. Manche dieser Höhlen erstrecken sich sogar über mehrere Etagen. Vermutlich waren das die Luxus-Wohnungen der reichen Ureinwohner mit verschiedene Zimmern und Balkon.

Schwindelfrei zur Hoch-Höhle

Von den Felswohnungen könnten wir die Runde zurück zum Visitor Center beenden, doch wir entscheiden uns den Weg entlang des Flusses bis zur riesen Hoch-Höhle zu wandern. An einem schattigen Plätzchen am seichten Fluss machen wir Rast und lassen unseren Sohn sich vergnügungsvoll im Wasser abkühlen. Zur Hoch-Höhle müssen wir über sechs lange Holzleitern klettern und über schmale Pässe wandern. Ein Warnschild rät von der Benutzung durch alte, schwangere und betrunkene Menschen ab. Und in der Tat ist der abenteuerliche Weg nichts für Menschen mit Schwindel und Höhenangst. Mit unserem Sohn in der Manduka ist der Aufstieg nochmals etwas schwieriger und ich achte vorsichtig auf jede meiner Bewegungen. Aber der abenteuerliche Aufwand lohnt sich allemal. Wir fühlen uns hier oben, als würde jederzeit eine Menschenmenge der Urheinwohner hier auftauchen und ein uraltes Ritual mit Feuer und Tanz abhalten.

Das Wander-Freiluft-Museum

Der Bandelier National Monument ist der erste Park, in dem wir bewusst auf so viele gut erhaltene Überreste von Ureinwohnern treffen. Es ist unheimlich interessant wie die Menschen früher gelebt haben und normalerweise bevorzugen wie es wir es an der Natur zu wandern als in einem Museum Hinweistafeln durchzulesen. Aber in diesem Freiluftmuseum lesen wir uns beim Wandern gerne all Informationen neugierig durch.
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