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Heiß, heißer, Las Vegas, Death Valley

Las Vegas hat uns sehr gefallen. Wir hätten gut und gerne noch ein paar Tage hier bleiben können. Anzuschauen und zu erleben, hätte es auch noch genug gegeben. Vor allem als Abwechslung zu den zahlreichen Nationalparks haben wir uns diesmal riesig über eine Stadt gefreut. Doch letztendlich sind wir vor der irrsinnig heißen Hitze, die hier Mitte Juni herrscht, geflüchtet. Mag sein, dass sich das in einem Hotel wesentlich besser aushalten lässt, doch im Wohnmobil sind die Nächte einfach unangenehm. Ohne Klimaanlage ging da gar nichts. Witziger weise müssen wir auf unserer Flucht vor der Hitze von Las Vegas ausgerechnet durch das Death Valley. War es beim Grand Canyon auf 8000 Fuß noch erträglich von der Temperatur, wurde es im tiefer gelegenen Las Vegas schon sehr unangenehm. Im Death Valley fahren wir jetzt allerdings sogar hinunter auf unter Meereshöhe. Und entsprechend unserer Talfahrt nach unten, steigen die Temperaturen weit nach oben. Ein Warnschild beim Hineinfahren ins Death Valley warnt wörtlich vor der tödlichen Hitze.

Sommer im Death Valley

Am Visitor Center in Furnace Creek wird der Besuch des Death Valley Nationalparks lediglich nachts gestattet. Ab 10 Uhr morgens wird von Wanderungen im Nationalpark dringendst abgeraten. Uns war bereits die Hitze in Las Vegas zuviel, sodass wir im Death Valley um die Mittagszeit herum definitiv keine Wanderung einlegen werden. Wir schauen uns die Landschaft einfach aus dem Wohnmobil an. Außer uns sind auch nicht viele andere Menschen unterwegs. Ist schon ne blöde Idee im Sommer durchs Death Valley zu fahren. Hier dürfte Winter die beliebteste Reisezeit sein.

Wie im Heißluftofen

Ironischerweise halten wir im Death Valley lediglich um unser Abwasser an einer kostenfreien Dump Station abzulassen und unsere Frischwasser Vorräte aufzufüllen. Natürlich landet der ein oder andere Liter zur Abkühlung auch auf uns. Natürlich vom Frischwasser, nicht vom Abwasser… Ansonsten schauen wir, dass wir das Death Valley auch schnell wieder verlassen. Wir entscheiden uns dazu nachdem Dumpen ohne Klimaanlage weiterzufahren und kurbeln die Fensterscheiben herunter. Wir wollen doch ein Gespür für die Hitze hier unten bekommen. Der Wind der nun durch die Fahrerkabine weht, ist so heiß, dass es sich anfühlt als würde ich einem Feuer zu nah kommen. Nur kann ich nicht einfach von der Quelle der Hitze wegziehen. Es ist wirklich wie im Ofen mit Umluft. Unser Handy, das wir an den Spiegel gehangen haben um die Fahrt durchs Death Valley zu Filmen, gibt nach nur knapp 5 Minuten heißen Wind den Geist auf. Eine Fehlermeldung weist uns darauf hin, dass das Handy zu heiß geworden ist, um die Kamera Funktion zu verwenden. Viel länger als das Handy halten wir es auch nicht aus. Wir kurbeln die Fenster hoch und schmeißen die Klimaanlage wieder an. Das Handy halten wir vor die Lüftung zum abzukühlen. Ebenfalls aufgeben hat leider auch das Gefrierfach. Die Außentemperatur ist so hoch, dass das Gefrierfach nicht mehr genug kühlen kann und das Eis, welches wir als letztes Ass im Kampf gegen die Hitze einsetzen wollten, leider vollkommen geschmolzen ist.

Passende Sanddünen

Es geht wieder bergauf, womit die Temperaturen wieder fallen dürften. Wir freuen uns schon über das Ende des Death Valley, doch oben angekommen bereitete uns ein Blick auf ein weiteres Tal, welches passend zu den Temperaturen mit großen Sanddünen gefüllt ist. Scheinbar werden wir noch ein bisschen länger in der Hitze sein. Endlich vorbei an den Dünen kommen wir in einem Dorf namens Stovepipe Wells. Für uns ist es vollkommen unvorstellbar, wie hier Menschen leben können. Wir haben hier schon Angst mit einem Platten oder einem leeren Tank liegen zu bleiben. Apropos leerer Tank, in Stovepipe Wells gibt es eine Tankstelle wo der Spritpreis allerdings stolze 5 $ pro Gallone erreicht. Und wir dachten schon teurer als in Las Vegas geht es nicht mehr. Wer hier seinen Tank leer fährt, wird ordentlich zur Kasse gebeten. Gut dass wir vor Death Valley sicherheitshalber die Tanks randvoll aufgefüllt haben.
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