Into the Jungle

Auf unserem Weg raus aus den paradisischen Keys richtung Tampa kamen wir entlang der Everglades. Wir wollten unbedingt über einen hölzernen Steg durch die Sumpflandschaft wandern und Aligatorn suchen. Doch allein der Eintritt in den Nationalpark kostet mindestens 25$ pro Fahrzeug. Der freundliche Ranger am Gate gab uns den Tipp zum Big Cypress Nature Preserve weiter zu fahren und dort die kostenlosen Wanderstege zu nutzen. Big Cypress grenzt direkt an Everglades und ist ebenso gefüllt mit “Wildlife”. Und weil das Wetter regnerisch war und die Zeit schon fortgeschritten, folgten wir diesem Ratschlag. Es lag direkt auf usnerem Weg. Entlang der Route 41, die Miami mit Fort Mayers verbindet, befanden sich zahlreiche Airboat-Veranstalter mit denen man die Everglades per Airboat entdecken kann. Einige werben mit zusätzlichen Aligator- und Snakeshows. Für unser Baby schien das jedoch nicht das passende zu sein.

Alternative zu Everglades

Ein paar Meilen weiter trafen wir auf des “Oasis Visitor Center”. Eine schön gemachte Ausstellung erklärt Flora und Fauna des Big Cypress National Preserve. Auf einem Aussichtssteg konnten wir Aligatoren aus allernächster Nähe bestaunen. Es gibt sogar einen Wanderpfad (Trail), der ebenerdig durch die Sumpflandschaft führt. Wir waren sehr neugierig und hatten Lust zu wandern, jedoch gefiel uns der Gedanke nicht auf gleicher Höhe und ohne Abgrenzung mit den Aligatoren zu wandern. Wir waren sehr froh als uns ein Wanderpärchen entgegen kam, das die Wanderung  gemacht und offensichtlich überlebt hatte. Sicherheitshalber fragte ich das Pärchen ob sie auch wirklich zu zweit gewandert waren. Hätte ja sein können, dass sie die letzten Überbliebenen einer größeren Wandergruppe waren. Also wanderten wir den Weg. Es sah wirklich aus wie im Dschungel. Palmen, Farne, Lilianen, alles wuchs wild durcheinander. Mit uns wanderte noch die unbendige Angst vor Aligatoren und je tiefer wir in den Urwald eindrangen, desto mehr Moskitos gesellten sich zu uns. Unser Pfefferminzöl versagte hier kläglich. Erschwerent kam das Hochwasser hinzu, weswegen wir uns entschieden umzukehren. Ein plötzliches starkes Rascheln im Unterholz beschleunigte den Rückweg enorm.

Kirby Storter Roadsidepark

Ein paar Meilen weiter westlich hielten wir in “Kirby  Storter Roadside Park”. Ein hölzerner Steg führte eine gute Meile hinein in die Sumpflandschaft. Das Wasser ist, anders als man das von einem Sumpf erwarten würde, kristall Klar. An vielen Stellen kann man ganz deutlich den Boden erkennen.Tafeln geben Erklärungen und Informationen. Die geschlossene Reling gibt Vertrauen und ermöglicht es, dass wir uns entspannen. Wir wandern den fast menschenleeren Steg bis ans Ende und genießen die Ruhe. Das einzige was man hört, sind wilde Tiere. Es ist erstaunlich wie viel man von ihnen hört, wenn man gezielt hinhorcht. Am Ende befindet sich eine Plattform mit Bänken und ein See mit Aligatoren.

Big Cypress Bend

Gegen Ende der Route halten wir noch am Big Cypress Bend. Hier gibt verläuft ebenfalls ein Steg mitten durch den Sumpf. An eiigen Stellen ranken Pflanzen über den Steg und wirken wie ein verwunschener Tunnel in einem Märchenwald. Eine Schlange liegt seelenruig halb auf einem Baumstumpf und halb im Wasser nur ein paar Meterchen von uns entfernt. Die leuchtende signalfarbe lässt gifitg vermuten. Dennoch schauen wir sie längere Zeit fasziniert an, bevor wir weiter gehen. Zurück am Wohnmobil liegt ein Aligator im seichten Wasser des Kleinen Sees am Parkplatz. Er liegt direkt an der Seite unserer Eingangstür. Mit respektvollem Abstand nutzen wir die Tür auf der anderen Seite. Wir sind uns einig. Alles sehr faszinierend zu sehen, aber hier zu wohnen wäre nichts für uns.

H.P. Wiliams Drive-Thru Jungle

Zwischen den beiden Wanderstegen liegt noch der H.P. Wiliams Roadside Park. Er bietet einen Rundkurs um den Sumpf auf einer breiten Schotterpiste mit dem Auto/Wohnmobil zu durchqueren. Gut, der Wohnwagen (den wir grade bei Mike Gesäubert hatten) war wieder vollkommen verdreckt. Schotterpiste nach Regen eben. Aber das war es definitiv wert.

Wenn wir mehr Zeit und besseres Wetter gehabt hätten, hätten wir bestimmt noch eine Kanutour durch die Gewässer hier gemacht oder wären mit nem Guide tiefer in die Natur eingedrungen.

 

 

 

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