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Nächster Halt The Great Sand Dunes of Colorado

Von Alamosa kommend sahen wir bereits von weitem die Great Sand Dunes von Colorado in der Ferne liegen. Es wirkte unglaublich surreal, dass mitten im flachen Grasland, von hohen Bergen eingeschlossen, plötzlich riesige Sanddünen auftauchen. Wie eine Herde von Wanderdünen, die sich verlaufen haben. Nachdem wir zuerst die Zapata Falls bestaunt haben und bis zum Zapata Lake auf 13.000 Fuß Höhe gewandert sind, fahren wir heute weiter zu den Great Sand Dunes. Der Eintritt am Bezahl-Häuschen hätte uns 20$ gekostet. Dank unserer Jahreskarte können wir kostenfrei passieren. Das Visitor Center lädt uns mit interessanten Informationen über die Great Sand Dunes ein. Normaler weise ein Angebot, das wir dankend annehmen, doch heute schlagen die Einladung aus, weil wir lieber in den Dünen wandern wollen, solange das Wetter noch gut ist. Von Weitem können wir nämlich bereits große Regenwolken erkennen. Entsprechend mit Regenjacken ausgerüstet, machen wir uns auf den Weg, die höchste der Sanddüne zu erklimmen.

Der Mosca Creek Fluss

Vom Parkplatz aus müssen wir zuerst den Mosca Creek überwinden. Der Fluss, mit sandigem Untergrund führt etwa Knie tiefes Wasser und ist für die zahlreichen Besucher eine angenehme Abwechslung zur sonstigen Graslandschaft. Die Menschen gehen hier Baden als wäre es ein Meer. Weil es sich um Grundwasser handelt, ist das Wasser wesentlich wärmer, als das Eiswasser das in den Bächen z.B. beim Zapata Falls von den Bergen hinunter kommt. Leider fließt der Fluss daher nur, wenn es in der Umgebung genug geregnet hat und sich das Grundwasser durch den Sand nach oben drückt. Wir bekommen beim Überqueren keine nassen Füße, weil durch die große Trockenheit der letzten Tage hier lediglich trockener Sand zu überqueren ist, der dann nahtlos in die Dünen übergeht. Schade wir hätten das Badespektakel auf jeden Fall gerne mitgemacht. Trotz der aktuellen Abwesenheit des Flusses, treffen wir auf zahlreiche Kinder in Badebekleidung, die mit ihren Strandschaufeln einfach bis zum Grundwasser buddeln und so doch richtiges Strandfeeling mit Sandburgen, etc erzeugen.

Heißer Wintersport ohne Schnee?

Neben Strandbesuchern, treffen wir auch auf Snowboard Fahrer – Pardon, Sandboard Fahrer – die sich auf ihrem Sandboard die teils sehr steilen Hänge der Dünen hinunter stürzen. Als langjährige Wintersportler fragen wir uns natürlich, ob das genauso gut geht wie auf Schnee? Wir treffen 2 Mädels, die uns ihren Bob ausleihen, um das selbst mal auszuprobieren. Anders als auf Schnee, haben wir allerdings eine sehr schlechte Kontrolle über den Bob und der Test endet auf halber Strecke mit hoher Geschwindigkeit in zahlreichen unkontrollierten Drehungen und Überschlägen. Insgesamt zu viel “imposand” für unseren Geschmack und wir belassen unseren Wintersport zukünftig lieber wieder im Schnee.

Heißer Sand ohne Schuhe? keine gute Idee!

Es wandert sich hier wirklich wie in einer Wüste. Die Dünen sind teilweise sehr hoch und ziehen sich malerisch in der Ferne weiter. Wir sind barfuß unterwegs, haben jedoch die Schuhe im Rucksack dabei. Denn wie wir feststellen, kann der Sand, in den vom Wind abgewandten  Seiten der Dünen  durchaus unangenehm hohe Temperaturen erreichen. Barfuß tut das schon richtig weh…

Beeindruckende Aussicht und “imposanter” Abgang

Wir erreichen eine der hohen Dünen, von der aus wir über einen langen Kamm von einer Dünenspitze zur Nächsten wandern, um die höchste Düne zu erreichen. Von hier oben haben wir eine Wahnsinns Aussicht auf das ganze Graslandtal und die umliegende Berglandschaft der über 14.000 Fuß hohen Berge. Einfach wahnsinnig und irgendwie unglaubwürdig. Der Himmel verdunkelt sich langsam und heftiger Wind kommt auf. Sand wird uns wie von einer Sandstrahlmaschine heftig an die Beine gescheuert. Wir spüren die ersten Regentropfen. Es wird Zeit für den Rückweg. Der Rückweg ist ansonsten deutlich angenehmer, als der beschwerliche Aufstieg. Besonders unser ein Jahr alter Sohn hat unheimlich viel Spaß daran, sich die steilen Dünenabhänge hinunter zu stürzen. Angst? Kennt er noch nicht! Mit Papa und Mama rutschen wir gemeinsam die steilen Hänge ins Tal hinunter. Noch viel mehr imposand…

Hier ist Regen ein Segen

Wir erreichen das Wohnmobil noch bevor der ernsthafte Regen los bricht. Zum ersten Mal sind wir absolut nicht traurig über den Regen, sondern freuen uns förmlich für die Einheimischen, dass hier seit langem endlich noch mal Regen fällt. Die Feuergefahrstufe steht hier seit Langem auf “extrem hoch”. Lagerfeuer machen ist daher strengstens verboten. Und sogar das Fahren mit dem Auto über trockenes Gras kann bei dieser Trockenheit bereits einen verheerenden Brand auslösen. Wir denken uns lieber Regenwetter als Waldbrand.

Dumpfeier

Wir machen uns auf den Weg zu Colorado Springs, wo uns zahlreiche Quellen und Berge erwarten werden. Auf dem Weg dorthin finden wir in Pueblo West, an einer Shell Tankstelle die Möglichkeit kostenlos zu dumpen und unser Frischwasser aufzufüllen. Wir feiern jedes kostenlose Dumpen immer so sehr, dass wir eine kleine Dump-Feier veranstalten. Für 3,60$ pro Gallone hätten wir hier sogar unseren Propan Tank auffüllen können. Doch wir sind noch ausreichend versorgt und wissen, dass wir bei Tractor Supply und Co günstiger auffüllen können. Der nahe gelegene Walmart wird für uns als Nachtlager dienen, damit wir mit dem kostenlosen Walmart-WiFi morgens in die Heimat skypen können.

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