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Durch Zufall nach Jemez Springs

Jemez Springs hatten wir erst gar nicht auf unserer Liste. Eigentlich wollten wir vom Tent Rocks National Park nach Santa Fe in die große Stadt fahren und von dort aus zum Bandelier National Park. Doch eine Wanderin, die wir am Visitor Center vom Tent Rocks National Park trafen, gab uns den genialen Tipp über die Landstraße 4, in einem großen Bogen, über Jemez Springs und Valles Caldera zu fahren. Uns sagten beide Orte zuvor nichts. Doch hinterher werden wir froh sein, diesen Umweg gemacht zu haben.

 

Wanderung zu heißen Vulkan Quellen

Die Landstraße 4 ist dabei selber eine tolle Sehenswürdigkeit, wie sie sich durch die Landschaft und die Berge zieht. Wir sind sehr froh über diesen Tipp, als wir die schöne Landstraße entlang fahren. In Jemez Springs (oder manchmal auch “Hemez Springs”) treffen wir am Battleship Rock auf einen Wanderweg der zu warmen Quellen führen soll. Natürlich wollen wir das mal genauer anschauen. Es ist schon ein bisschen komisch, dass wir mit Badesachen durch den Wald wandern, aber naja. Der Wanderweg beginnt idyllisch entlang eines Flusses durch den schattigen Wald. Nach kurzer Zeit verlässt der Wanderweg den Fluss und steigt steil den Berg hinauf. Links und rechts vom Wanderweg liegen große schwarze Felsbrocken, die von vulkanischer Aktivität in entfernter Vergangenheit zeugen. Die Wanderung ist nicht allzu lang und wir erreichen die warmen Quellen recht schnell. Auf einer kleinen Lichtung, aber immer noch mit angenehmen Schatten durch Bäume, gibt es drei natürliche Becken mit kristallklarem Wasser. Die unteren Becken werden von den jeweils darüberliegenden Becken gespeist. Logischerweise ist das Wasser im obersten Becken am wärmsten. Angenehm warm, aber nicht heiß! Weil sich im ersten Becken allerdings gerade eine Gruppe Wanderer niedergelassen hat, gehen wir 20m weiter ins leere zweite Becken. Das Wasser fließt kliesche echt über einen kleinen Wasserfall in das zweite Becken. Wir setzen uns unter den Wasserfall und lassen uns den Nacken vom warmen Wasser massieren.

Quelle mit Aussichtslage

Von den anderen Wanderern erfahren wir, dass es nicht weit vom Parkplatz aus eine weitere Quelle geben. Diese Quelle soll sogar noch etwas wärmer ist. Wir haben noch genug Kraft und Zeit, als wir wieder am Parkplatz ankommen und fahren direkt zur nächsten Quelle. Der Parkplatz hierzu ist tatsächlich nur eine knappe Meile weiter nördlich. Der Weg ist diesmal sogar noch kürzer. Nach gerade mal 15 Minuten durch einfaches Gelände erreichen wir die Quelle. Die zwei Becken der warmen Quelle liegen hoch oben in tollster Aussichtslage, mit einem Weitblick über den Flusslauf im Tal und die umliegenden Berge.

Menschenleer

Wir haben Glück und sind vollkommen alleine hier. Als wir gerade ins Wasser steigen wollen stellen wir allerdings fest,  dass wir nicht ganz alleine hier sind, auch wenn es menschenleer ist. Eine Schlange kommt uns aus dem Wasser des ersten Beckens entgegen geschlängelt. Sie erschreckt sich jedoch genau so vor uns, wie wir vor ihr und sie stürzt sich 2 meter hinunter ins zweite Becken. Ein bisschen ist uns jetzt schon die Lust aufs Baden vergangen, doch wir überwinden unsere archaische Angst vor weiteren Schlangen und steigen in das warme Wasser. Laut unserer Recherche sind hier nur die Klapperschlangen giftig und die mögen kein Wasser. Also ist das Wasser doch ganz gut.

Entspannen in der Natursauna

Erst jetzt entdecken wir die Höhle in der Felswand, aus der das warme Wasser kommt. Vorsichtig klettern wir in die Höhle. Die Luft ist feucht und warm wie in einer Sauna. Das Wasser ist absolut kristallklar. Nach dem wir jeden Winkel der kleinen Höhle auf Schlangen untersucht haben lassen wir uns entspannt in der Natur Sauna nieder und öffnen eine eiskalte Dr Pepper. Sogar unser Sohn macht mit dem Entspannen mit und lässt uns die Zeit vollkommen vergessen.

Horny Donald

Von den warmen Quellen aus führt ein Wanderweg zu den Jemez Falls Wasserfällen. Doch dieser ist sehr weit und die Landstraße 4 verläuft ebenfalls dort entlang. Wir machen uns also nicht den Stress und wandern das lange Stück, sondern fahren mit dem Wohnmobil am nächsten Tag dorthin. Es liegt sowieso auf unserer Route. Gleich zu Beginn unserer Wanderung treffen wir auf eine  Kurzhorn-Krötenechse.
Ich kann nichts dafür, aber irgendwie sieht sie vom Gesichtsausdruck her dem zur zeit amtierenden amerikanischen Präsidenten Donald Trump verblüffend ähnlich. Wir taufen sie daher “Horny Donald” und salutieren vor ihr, bevor wir sie wieder in die Wildnis entlassen, wo sie hingehört.

Jemez Falls

Die Jemez Falls werden für uns leider nur zum Nebenschauplatz, denn unser Sohn hat an einem seichten Teil des Flusses oberhalb der Wasserfälle so viel Spaß, dass wir die Zeit vergessen und später irgendwie den Weg hinunter zu den Wasserfällen nicht mehr rechtzeitig finden. Auch wenn wir uns eigentlich gerne unter den Wasserfall stellen wollten, so konnten wir ihn doch zumindest von einer Aussichtsplattform aus von oben bestaunen.
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