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Eine Jahreskarte für Tent Rocks und alle Nationalparks

Nach unserer Do-it-yourself Breaking Bad Tour in Albuquerque haben wir unsere Sprit- Propan- und Wassertanks erstmal voll aufgefüllt um uns für die nächsten Stopps in der abgeschiedenen Wildnis zu wappnen. Der erste dieser Stopps ist das Tent Rocks National Monument. Wir müssten wieder 5$ pro Person Eintritt zahlen, wie in White Sands auch. Aber glücklicherweise erfahren wir vom “Annual Pass”. Mit dieser Jahreskarte können wir für nur einmalig 80$ fortan alle Nationalparks, National Monuments und State Parks in der ganzen USA mit der ganzen Familie umsonst besuchen. Zusätzlich bekommen wir für die Übernachtung in den state Parks 50% Rabatt. Und da wir noch so einige Parks auf unserer Liste haben, ist das wirklich lohnenswert und sinnvoll. Der Annual Pass ist wie der Name vermuten lässt ein ganzes Jahr lang gültig und wir hätten ihn besser sofort bei unserer Ankunft kaufen sollen…

kleine Höhle – großer Canyon

Leider waren wir, wie so häufig spät dran. Und kamen erst gegen 14 Uhr am Parkeingang an. An der  Bezahl-Station sagte man uns schon, dass wir nicht mehr viel Zeit haben werden, doch weil wir jetzt eine Jahreskarte haben, ist uns das egal. Wir kommen einfach morgen wieder. Tent Rocks National Monument bietet 2 Route zum Wandern. Die erste Route ist eine kleine Runde am Fuße des Canyon vorbei an einer Cave, die historisch besonders sein mag, aber letztlich nicht wirklich spektakulär ist. Da haben wir auf den Römer Pfaden bei Trier schon spektakulärere Höhlen in Felswänden gesehen. Die wirklich interessante Route, ist der Weg durch den Canyon hinauf zu einer unglaublichen Aussicht. Und dabei ist der Weg hinauf nicht minder spektakulär, als die Aussicht selber. Teilweise windet sich der Weg so schmal durch den Canyon, wie das Wasser ihn nun mal über die Zeit geformt hat, dass man ohne Hilfe der Hände nicht weiter kommen würde. Abwechslungsreich müssen wir steile Passagen fast schon kletternd bewältigen und uns unter umgestürzten Bäumen hindurch ducken.
Leider haben wir es heute nicht bis zur Aussicht geschafft. Auf halbem Wege kam uns der Ranger entgegen und hat uns – mit zahlreichen anderen Besuchern – freundlich aus dem Canyon gescheucht, damit wir pünktlich um 5 alle den Park verlassen haben werden. Wir lernen daraus. Wer national Parks besuchen möchte, sollte früh da sein…

Sehr günstiger Campingplatz am See

Wir beschließen auf dem nahe gelegenen Campingplatz am See zu übernachten um morgen früh den Aussichtspunkt zu erreichen. Der Campingplatz gehört zum State Park und ist damit ohnehin sehr günstig. 20$ pro Nacht inklusive Strom- und Wasseranschluss. Weil wir jedoch nicht auf Strom oder Wasseranschluss angewiesen sind, sondern Dank unser Photovoltaik komplett autark sein können, kostet es uns nur 12$. Und da wir ja nun stolze Besitzer eines “Annual Pass” sind, brauchen wir davon nur die Hälfte zahlen. Wir zahlen also für eine Übernachtung hier tatsächlich nur 6$. Im Preis inbegriffen ist sogar die Möglichkeit unser Abwasser zu dumpen und ordentlich lange in einer großen Dusche zu duschen. Ein absolut fairer Preis . In Florida wären wir für 6$ nicht einmal unser Abwasser los geworden. Da kostet eine Übernachtung normalerweise immer um die 40$ und Dumpen allein 10$ bis 25$. Dazu ist der Campingplatz wirklich schön und direkt am See gelegen mit toller Aussicht und genügend Platz zum Nachbarn. In Florida waren die meisten Campingplätze eher eine Aneinanderreihung von Wohnmobilen.

Neuer Tag, neuer Versuch auf den Gipfel zu kommen

Am nächsten Tag setzen wir unsere abenteuerliche Wanderung durch den Canyon hinauf zur Aussicht fort. Der weg wird noch spektakulärer und hält uns dauerhaft am Staunen. Auf dem Gipfel verweilen wir eine ganze Zeit und genießen die herrliche Aussicht. Man hat uns wirklich nicht zu viel versprochen. Und der 2 Stündige Aufstieg ist die Anstrengung definitiv wert.

Bart auf Abwegen

Bei unserem Abstieg treffen wir bereits nach 50m auf Bart. Bart ist ein freundlicher Niederländer, der uns vollkommen außer Atem nach dem Weg fragen möchte. Wider erwartend fragt er jedoch nicht nach der Restdauer zum Gipfel, sondern nach dem Parkplatz. Wir denken natürlich erst, dass uns der gute Bart auf seine lustige niederländische Art zum Narren halten möchte. Doch als er uns auf seiner Karte zeigt, wo er sich zu befinden glaubt, wird uns klar, dass er die Abzweigung für die kleine Runde am Fuße des Canyons verpasst haben muss und versehentlich auf die lange Route zur Aussicht geraten ist. Als Niederländer hat er natürlich keinerlei Erfahrung mit Bergen, so dass ihm scheinbar entgangen ist, dass er vom Parplatz aus gute 300 Höhenmeter nach Oben gewandert ist. Hätte ihm eigentlich auffallen können. Als er den Schock verkraftet hat, will er sich sofort auf den Weg zurück ins Tal machen, wovon wir ihn allerdings vehement abzuhalten versuchen. Wo er sich schon mal bis hier hoch verirrt hat, soll er bitte noch die letzten 50m zum Aussichtspunkt weiter gehen. Er willigt ein und macht sich auf. Als Trost sagen wir ihm noch, dass er den Parkplatz zumindest von dort Oben schon mal sehen kann…

One thought on “USA Tent Rocks

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