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Das Vulkangebiet Valles Caldera

Nach der Entspannung in den warmen Quellen von Jemez Springs haben wir wieder eine größere Wanderung anvisiert. Diesmal geht es in eine Vulkanlandschaft namens Valles Caldera. Um den Tag in Valles Caldera vollständig nutzen zu können, übernachten wir auf einer Ausbuchtung an der Straße direkt neben dem Haupteingang. Allzu oft haben wir aus Zeitmangel ein Wanderziel nicht erreichen können. Aber diesmal sei vorgesorgt.

Arbeiten in einem Vulkan

Bevor wir am Haupteingang ins Valles Caldera hinein fahren bleiben wir stehen um ein Foto von der atemberaubenden Landschaft zu machen. Man sieht deutlich den riesigen Vulkankrater mit flachem goldenen Grasland umringt von hohen Bergen mit grünen Bäumen. Kein Zweifel, nach langer Fahrt durch grüne bergige Wälder sind wir gerade mitten im Vulkan angekommen. Und genau in der Mitte dieses Vulkans liegt das Visitor Center mit Parkplatz für die Besucher. Die Ranger hier können taff behaupten, dass sie jeden Tag in einem Vulkan arbeiten. Klingt wesentlich gefährlicher als es ist. Schilder weisen uns darauf hin, dass sich jeder Besucher anmelden muss. Wir nehmen unsere Jahreskarte und treten ins Visitor Center ein. Die Ranger hier sind wahnsinnig freundlich. Wir bekommen interessante Geschichten zum Vulkan Gebiet erzählt und werden für unsere Reise quer durch die USA bestaunt. Schwärmend zeigt uns ein Ranger die Vielzahl an Wanderwegen durch das Valles Caldera. Man empfiehlt uns die 10 Miles Wanderung zum South Mountains, welche für uns genau richtig erscheint.

Chauffeurdienst zum Berg

Eintritt brauchen wir keinen zahlen. Trotzdem bekommen wir das aufmerksame Angebot mit einem Shuttle zum Fuße des South Mountains gefahren zu werden und dort auch wieder abgeholt zu werden. Wir nehmen das Angebot dankend an, um Zeit und Kraft zu sparen den Gipfel auch wirklich erreichen zu können. Während der kurzen, aber holprigen Autofahrt zum Fuße des Sout Mountain bekommen wir weitere interessante Infos. Handy Empfang werden wir auf unserer Wanderung keinen haben, denn laut unseres Chauffeurs funktioniert hier nur Verizon und wir haben eine Prepaidkarte von AT&T. Wir bedanken uns für die vielen Infos und verabreden uns um 5 Uhr am Fuße des South Mountains.

Wandern wie in den heimischen Alpen

Für die lange Wanderung gewappnet mit zwei Rucksäcken, viel Wasser, Snacks und warmen Jacken, machen wir uns auf, den ehemaligen Vulkan zur wandern. Die Wanderung ähnelt im Wald sehr stark einer Wanderung durch die heimischen Alpen. Viel Natur, schöne Wege und Wildlife. Doch jedes mal, wenn wir den Blick auf das Valles Caldera Tal schweifen lassen realisieren wir deutlich, dass wir weit weg von zu Hause an einem besonderen Ort sind. Unsere Vorfreude auf den Ausblick auf dem Gipfel steigt mit jedem gestiegenen Höhenmeter mit.

Eine Bergwanderung ohne Gipfel?

Der Weg ist wunderbar ausgeschrieben. Blaue Diamanten an jedem zweiten Baum lassen uns stets sicher den Weg finden. Bis kurz vorm Gipfel. Dort verliert sich plötzlich die Spur der blauen Diamanten. Vielleicht endet der Weg hier? Aber für uns gibt es keine Rückkehr ohne Gipfel. Folglich versuchten wir Querfeldein auf einen Gipfel mit Ausblick zu kommen. Einfach grob den höchsten Gipfel angepeilt und los. Durch unseren Querfeldeintripp finden wir sogar noch ein riesiges Hirschgeweih. So was findet man auch nicht alle Tage. Wir erreichten den ersehnten Gipfel auch ohne Beschilderung. Und auf fast 3000m Höhe – für uns die vertraute Höhe der Zugspitze – lassen wir uns in der Sonne nieder und legen uns in das trockene, goldene Gras um die Aussicht zu genießen. Wir halten gespannt Ausschau nach Elchen und Coyoten, die man uns bereits im Tal angepriesen hat. Leider haben wir heute wenig Glück was das angeht, denn wir bekommen kein Wildlife zu sehen.

Feuer und Eis

Im Winter ist dies ein beliebter Ort für Cross Country Ski Link. Wir haben den Schnee verpasst. Wobei es hier laut den Einheimischen im Mai durchaus noch schneie kann. Aber durch die große Trockenheit der letzten Monate ist hier alles schneefrei und trocken. Idealerweise wären wir ein paar Wochen später Anfang Juni hierher gekommen, dann  hätten wir noch den Frühling sehen können. Dann würde sich das ganze Tal von einer goldenen Wiese in ein Meer von Blumen verwandeln. Wegen der großen Trockenheit ist die Gefahr von Waldbränden so groß, dass der Park evtl sogar vorübergehend geschlossen wird. Wir haben Glück dass der Park für uns noch geöffnet ist. Im Wald selber sieht man jede Menge Holz, das zu kleinen Haufen aufgetürmt wurde. Es sieht aus, als würde jemand eine riesen Lagerfeuerparty planen und den ganz Wald abfackeln wollen. David, der uns mit seiner Schwester auf den Gipfel gefolgt ist, weil er dachte wir würden den Weg kennen, erklärt uns dass dies gemacht wird um das Holz am Boden kontrolliert ab brennen zu können. So soll vermieden werden, dass sich ein Waldbrand weit ausbreiten kann.

Kleine süße Bewohner in Tal

Natürlich sind wir nicht und um 5 Uhr an vereinbarten Platz. Aus der Ferne sehen wir bereits das weiße Shuttle vom Abholort zurück zum Visitor Center fahren. Nicht weiter schlimm, dass heißt für uns halt zwei weitere Meilen wandern zusätzlich. Das ist allerdings nicht so schlimm denn die Wanderung durch dieses Teil ist so ziemlich der schönste Teil des Ganzen. Vollkommen unnötig diese einmalige Landschaft schnell in einem Shuttle zu durchqueren. Hier im Tal sind zahlreiche (oder anders gesagt verdammt viele) Prärie Hunde zu Hause. Sie huschen vor uns von einer Seite des Feldweges auf die andere Seite des Feldweges hin und her. Sie stellen sich auf, inspizieren uns neugierig und kommunizieren aufgeregt miteinander. Wir vermuten sie machen sich über uns lustig, dass wir Trottel hier zu Fuß durch wandern, obwohl es doch einen Shuttelservice gibt. Natürlich nehmen wir die Situation war und schießen zahlreiche Fotos von den Tierchen, die wir in Deutschland nie in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen würden. Die Prärie Hunde sind erstaunlicher Weise überhaupt nicht scheu und lassen uns sehr nah an sich heran. Gut sie sind hier gerade auch absolut in der Überzahl…  Auf halber Strecke kommt uns dann doch ein freundlicher  Ranger entgegen und sammelt uns auf, so dass wir den Rest bequem bis vor die Tür unseres Wohnmobils chauffiert werden. Danke schön. Was für ein Service sagt meine Frau .

2 thoughts on “USA Valles Caldera

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