Immer Entlang des Meeres

Von Kissimmee aus sind wir bis ans Meer gefahren unm von dort an auch am Meer zu bleiben. Die 1A1 verläuft direkt am Meer entlang von Nord nach Süd und wird uns bis nach Key West, dem südlichsten Punkt der USA, bringen. Vero Beach ist ein weiterer Stop von vielen entlang dieser Route. Er unterscheidet sich eigentlich nicht viel von den anderen. Steinreiche Villen, die direkt ans Meer gebaut waren, surfbare Wellen und Palmen mit Kokusnüssen. Und jene Kokusnüsse erhielten hier unsere besondere Aufmerksamkeit.

Unsere erste frische Kokosnuss in Miami

Als wir in Miami durch einen Park schlenderten trafen wir einen Mann mit einem Einkaufswagen voll mit Kokusnüssen. Bewaffnet mit einem Seil und einer Machete brachte er sich selber auf die Palme und kam mit zahlreichen Kokosnüssen wieder auf den Boden. Er schlug uns mit ein paar gezielten Schlägen seiner Machete eine Kokosnuss zum Probieren auf und steckte einen Strohalm hinein. Die Kokosmilch schmeckte sehr gut. Wir waren auf den Geschmack frischer Kokosnüsse gekommen.

Jetzt sind wir dran

Hier in Vero Beach schafften wir es eine Kokusnuss direkt von der Palme zu Pflücken. Was sich als gar nicht so einfach heraus gestellt hatte. Die Nüsse hingen ca 3m hoch. Schütteln der Palme brachte nichts. Wäre ja auch zu schön gewesen… Auch der Versuch die Kokosnüsse mit bereits am Boden liegenden alten Kokosnüssen abzuwerfen brachte nicht das erhofte Resultat. Die Dinger saßen wirklich fest. Klettern war keine Option, da es nach dem Regen theoretisch nass und rutschig sein müsste und man vermutlich stürzen würde. Natürlich kletterte ich trotzdem um meine Theorie eindrucksvoll zu beweisen. Sie stimmte. Leider befand sich die Palme neben einem schmalen Steg ans Meer, so dass wir unser Wohnmobil nicht direkt unter der Palme parken konnten. Wir brauchten einen langen Gegenstand. Kurz darauf zimmerten wir wild mit einem langen Palmast auf die Nüsse ein. Nichts. Dann kam uns die Idee unser 8′ Surfbrett zu beutzen. Es reichte genau zu den Nüssen und die Finnen schnitten die Kokosnuss fein säuberlich von der Palme ab. Den letzten rest erledigte die Schwerkraft. Knapp an meinem Kopf vorbei. Unsere Freude war rießig, doch noch hatten wir die Kokosnuss nicht geöffnet…

Mit schweizer Präzision

Nur mit einem schweizer Taschenmesser bewaffnet versuchte ich die Kokosnuss zu öffnen. Ich versuchte zunächst die äußere Schicht abzuschälen. Sie war weichen aber doch widerspinstigen und fasrig. IKEA macht daraus übrigens Blumenerde. Dabei war ich sehr daruaf bedacht mir das Messer nicht ins Bein zu rammen. Es reichte das obere Drittel der Kokosnuss freizulegen. Die harte Schale darunter hatte hier weiche Stellen, die man eindrücken konnte. Mit einem Strohalm konnten wir die Kokosmilch trinken. Sogar unserem Sohn schmeckte sie. Um an das Fleisch zu kommen müsste ich mich weiter durch die harte Schale kämpfen. Mit dem Taschenmesser dauerte dies allerrdings eine ewigkeit. Weil das bestimmt nicht unsere letzte Kokosnuss sein würde, fuhren wir nach dem Strand direkt zum Walmart in Vero Beach und kauften einen Hammer. Drei Hammerschläge später konnten wir unsere Kokosnuss endlich essen.

Hammer gut!

Mittlerweile haben wir unsere Fähigkeiten Kokosnüsse zu öffnen perfektioniert. Die Hauptrolle spielt dabei der Hammer. Wir zimmern so lange mit der Rückseite des Hammers auf die Kokosnuss ein, bis diese rundum weich ist. Dann schneiden wir ein paar Mal noch mit nem Taschenmesser außenrum bis wir die harte Schale vollständig von der Außenhaut befreit haben. Dann schneiden wir eine der weichen Stellen auf und zapfen die Kokosmilch ab. Ein paar Schläge mit der flachen Vorderseite des Hammers zerlegt die Nuss in mehrere Stücke von denen wir jetzt einfach das Fleisch essen können. Für heiße Tage lagern wir die Kokosnuss einen Tag im Kühlschrank um sie kalt genießen zu können. Schmeckt hammer gut.

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