Karte zentrieren
Verkehr
per Fahrrad
Transit
Tschüss New Mexiko, hallo Zapata Falls

Wir verlassen den Bundesstaat New Mexiko. Kam uns New Mexiko zu Beginn wie eine langweilige große Wüste vor, wurden wir später eines Besseren belehrt. New Mexiko ist unglaublich vielseitig und hat tolle Natur und Sehenswürdigkeit zu bieten. In New Mexiko hatten wir unsere erste Übernachtung in einem Canyon, wir haben uns die Geschichte der Raumfahrt bei White Sands angesehen und sind in die Felshöhlen der Ureinwohner im Bandelier National Park geklettert. Wir haben New Mexiko wirklich gern gehabt. Als nächster Bundesstaat auf unserer Reise sind wir nun in Colorado. Mal sehen was es hier so alles gibt. Wir machen einen Halt beim Colorado Visitor Center in Alamos und lassen uns mit Materialien und Karten versorgen, um von hier aus unsere weitere Route an den schönsten stellen Colorados vorbei planen zu können. Das sieht auch schon alles sehr viel versprechend aus. Wir werden wohl nicht allen Empfehlungen nachkommen können. Dafür sind es einfach zu viele.

Übernachten am Mount Blanca

Voller Vorfreude auf so viele tolle Reiseziele machen wir uns auf richtung Norden. Unser erster Stopp sollten die Great Sand Dunes sein, doch dank der Empfehlung des Visitor Centers, werden wir vorher noch bei den Zapata Falls vorbeischauen. Die befinden sich dort ganz in der Nähe. Wir übernachten auf einem kostenlosen Stellplatz mit herrlicher Aussicht über das weite Land am Fuße des Mount Blanca.

Wir gehen steil mit dem Wohnmobil

Von unseren Übernachtungsspot ist es morgens nur noch eine kurze Autofahrt bis zu den Zapata Falls. Der Feldweg, der steil den Berg hinauf verläuft, hat es allerdings in sich. Wir sind aber nicht die einzigen, die hier mit dem Wohnmobil hochfahren. Neben den Parkplätzen für die Wanderwege gibt es hier oben sogar noch einen Picknickplatz und einen Campingplatz.

Barfuß durchs Geltscherwasser

Wir packen unsere Sachen und machen uns auf den Weg zu den Wasserfällen. Nach einem Kilometer gewöhnlichen Feldweges endet dieser und wir müssen durch den Fluss weiter waden. Das Wasser ist so eiskalt, dass man mit den Füßen nicht lange darin stehen kann. Manche Wanderer laufen einfach mit ihrem Schuhen durch den Fluss. Doch wir wollen unsere Schule trocken halten und versuchen es trotz der Kälte barfuß. Wir hüpfen also barfuss von Stein zu Stein und versuchen längeres Stehen im eiskalten Wasser zu vermeiden. Der Fluss führt uns – Gott sei Dank – bereits nach kurzer Zeit in einen Fels hinein und schon stehen wir, wesentlich früher als erwartet, vor den Zapata Falls.

Coole Zapata Falls

Die Wassermassen stürzen sich von hoch oben über mehrere Etagen zu uns in den Fluss hinunter. An einer Stelle befindet sich noch ein großes Stück Eis an der Wand. Die Luft ist gefüllt von winzigen eiskalten Wassertropfen, die uns ins Gesicht geweht werden. Im Sommer ist das bestimmt eine super Erfrischung, doch aktuell ist uns das zu kalt und lange halten wir es hier nicht aus. Trotzdem kann ich es natürlich nicht lassen und klettere barfuß die erste Etage des Wasserfalls hinauf. Die Felswand, mit ihren vielen Einbuchtung lädt einfach zu sehr dazu ein. Das laute Rauschen des Wassers dröhnt in meinen Ohren und die kalten Wassertropfen prassen auf mich ein. Mittendrin statt nur dabei denke ich mir. Ich fühle mich gerne so lebendig. Meine Füße fangen an zu brennen. Vor lauter Reizüberflutung hatte ich das eiskalte Wasser an meinen Füßen vollkommen vergessen. Ich klettere wieder runter und werde von einem Wanderer gefragt wo ich denn bloß herkomme.

Weiter zum Zapata Lake

Die Zapata falls waren zwar cool – im wahrsten Sinne des Wortes – aber von der Distanz her für uns zu wenig. Wir beschließen den Wanderweg weiter hinauf bis zum Zapata Lake zu wandern. Wir sind zwar nicht ganz optimal dafür ausgerüstet, aber das wird schon. Über einen abenteuerlichen Wanderweg mit sagenhafter Aussicht und toller Natur steigen wir auf 13000 Fuß bis zum Zapata Lake hinauf. Hier oben ist es deutlich kälter und der See ist größten Teils zugefroren. Das erklärt natürlich die eiskalte Temperatur des Flusswassers.

Launisches Bergwetter

Nun verschlechtert sich das Wetter allerdings recht plötzlich und schnell. Es wird nochmal ne ganze Ecke kälter und dunkle Wolken ziehen über die Berggipfel zu uns rüber. Der Wind weht uns Die kalte Luft um die Ohren und Schneeflocken Peitschen uns ins Gesicht. Eigentlich wollten wir noch höher bis auf die Spitze des angrenzenden Berges “little Bear” und unseren ersten 14 Tausender besteigen, doch nun müssen wir nach nur kurzer Verschaufpause direkt wieder zurück ins hinunter wandern. Wir haben keine Lust hier oben in einen Sturm herein zu geraten. So kann sich das Wetter in den Berghöhen schon mal schlagartig ändern. Ganz schön launisch das Wetter in den Bergen…

Spontaner Übernachtungsspot

Wir erreichen das rettende Wohnmobil noch so grade bei Tageslicht. Unser Sohn ist während unseres hastigen Abstieges ganz ruhig in der Manduka eingeschlafen. Ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Der Campingplatz der Zapata Falls ist leider vollkommen ausgebucht, doch der freundliche Park Ranger Chris lässt uns spontan hier oben auf dem Parkplatz übernachten. Er möchte nicht, dass wir den steilen und holprigen Feldweg bei Dunkelheit hinunter fahren. Glück gehabt. Wir übernachten mal wieder herrlisch ruhig mit einer wahnsinnigen Aussicht über das weite Tal.

One thought on “USA Zapata Falls und Zapata Lake

Your Message...Your name *...Your email *...Your website...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.